Wissenschaft und Forschung

Die DPtV-Fachgruppe Wissenschaft und Forschung koordiniert die verschiedenen wissenschaftlichen Aktivitäten und Projekte der DPtV. Die Fachgruppe plant und begleitet künftige wissenschaftliche Forschungsprojekte und möchte im Rahmen des Gesamtverbandes eine Verzahnung von Berufspraxis und Versorgungsforschung erreichen. Dabei orientiert sie sich an folgenden Leitzielen, die ständig weiterentwickelt werden:

  • Förderung von Kontakten zu wissenschaftlichen Instituten und Fachgesellschaften, die die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Psychotherapie voranbringen
  • Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und professioneller Praxis
  • Diskussion und Beratung zu Forschungskonzepten in der psychotherapeutischen Versorgung
  • Bewertung und Review wissenschaftlicher Beiträge in der Zeitschrift „Psychotherapie Aktuell“ sowie wissenschaftliche Beratung und Begleitung spezifischer Fachveranstaltungen der DPtV
  • Review-Aktivität und Begleitung der Forschungsarbeit des „DPtV Report Psychotherapie“
  • Regelmäßiger Austausch und Kooperation mit den verschiedenen Gremien der DPtV
  • Abstimmung mit dem Preiskomitee bei der Auslobung eines Förderpreises für eine besonders hervorragende Masterarbeit auf dem Gebiet der Psychotherapie/der psychotherapeutischen Versorgungsforschung – DPtV Masterpreis Psychotherapie

Die Delegiertenversammlung der DPtV entschied, dass die schon lange durchgeführten wissenschaftlichen Aktivitäten und Projekte sich auch in der Satzung als Verbandsziel wiederfinden sollten. Die Einrichtung einer Wissenschaftlichen Fachgruppe innerhalb der DPtV wurde daher am 22. November 2019 von der Delegiertenversammlung im Rahmen einer Satzungsänderung beschlossen. Nach § 7 Abs. 13 der Satzung hat der Bundesvorstand der einzurichtenden Fachgruppe „Wissenschaft und Forschung“ eine Geschäftsordnung gegeben.

Zusammensetzung

Die wissenschaftliche Fachgruppe setzt sich zusammen aus:

  • zwei Vertreter*innen des Bundesvorstands
    • Barbara Lubisch (Sprecherin der Fachgruppe)
    • Dr. Enno Maaß
    • Dr. Anke Pielsticker (Stellvertreterin)
  • zwei Vertreter*innen aus der Delegiertenversammlung
    • Ilka Heunemann
    • Dr. Kristina Schütz
  • zwei Vertreter*innen aus der Bundesgeschäftsstelle
    • Dr. Cornelia Rabe-Menssen
    • Anne Dazer

Der wissenschaftliche Beirat besteht aus drei Vertreter*innen aus dem universitären Bereich, die sich durch ihre bisherige wissenschaftliche Expertise im Bereich der Psychotherapie auszeichnen. Der wissenschaftliche Beirat wird regelmäßig hinzugezogen und die Arbeit der Fachgruppe begleiten. Dem wissenschaftlichen Beirat gehören aktuell an:

  • Prof. Dr. Thomas Fydrich
  • Dr. Rüdiger Retzlaff
  • Prof. Dr. Hertha Richter-Appelt 

DPtV-Master-Forschungspreis 2022

Die Fachgruppe Wissenschaft und Forschung der DPtV vergibt im Jahr 2022 erneut den DPtV-Master-Forschungspreis für eine herausragende Masterarbeit aus dem Themenkreis der psychotherapeutischen Versorgung.

Zu den Zielen der Fachgruppe gehört u. a. die Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis im Bereich der Psychotherapie. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Psychotherapieforschung. Die Psychotherapie ist heute als wirksame Behandlungsmethode für psychische Störungen erforscht und anerkannt. Dennoch gibt es offene Fragen, wie etwa: Wie wirkt Psychotherapie und wie können zugrunde liegende Mechanismen sichtbar gemacht werden? Für wen wirkt welche Art von Therapie? Welche ungünstigen Therapieeffekte sind bei Psychotherapie zu erwarten und wie sollte diesen begegnet werden? Es gibt viele Untersuchungen zur Wirksamkeit (Efficacy) von ambulanter Psychotherapie unter experimentell kontrollierten Studienbedingungen, aber es besteht immer noch ein Defizit an empirischen Ergebnissen zur Realversorgung in der Psychotherapie (Effectiveness).

Ein wichtiger Forschungsbereich in der Psychotherapie ist daher auch die Versorgungsforschung. Hier werden die Versorgungsbedarfe in der Psychotherapie beschrieben und analysiert. Die Versorgungssituation von Patient*innen mit psychischen Erkrankungen sowie die Entwicklung und Implementierung neuer Versorgungskonzepte unter realen Bedingungen werden untersucht. Ausgezeichnet wird von der DPtV daher eine herausragende Masterarbeit, die sich mit einem praxis- und/oder versorgungsrelevanten Thema in der Psychotherapie befasst.

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Außerdem erhält der/die Preisträger*in die Möglichkeit der Veröffentlichung eines Artikels in der Psychotherapie Aktuell.

Die Masterarbeit muss abgeschlossen sein und darf nicht älter als zwei Jahre sein. Für die Bewerbung ist ein Empfehlungsgutachten eines/einer Gutachter*in der Masterarbeit notwendig. Die Preisverleihung findet im Rahmen des DPtV-Symposiums im Juni 2022 in Berlin statt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Bewerbungsfrist: 1. Februar 2022

Folgende digitalisierte Unterlagen sind einzureichen an: masterpreis@dptv.de

  1. Masterarbeit
  2. Kurzes Empfehlungsgutachten durch eine/n Betreuer*in bzw. eine/n Gutachter*in der Masterarbeit
  3. Motivation für das gewählte Forschungsthema
  4. Kurzlebenslauf

Es werden nur Bewerbungen berücksichtigt, zu denen die vollständigen Unterlagen eingereicht wurden.

Information zum Auswahlverfahren:
Die Anforderungen sind vielschichtig, daher nutzt die Fachgruppe Wissenschaft und Forschung ein zweistufiges Auswahlverfahren. Im ersten Schritt analysiert das Referat Wissenschaft und Forschung zusammen mit weiteren Expert*innen in der DPtV alle Einsendungen und nominiert drei besonders gute Arbeiten. Diese werden an die Expertenjury des Wissenschaftlichen Beirates der Fachgruppe gereicht, die dann den/die endgültige Preisträger*in ermittelt. Die Begutachtung berücksichtigt u. a. Innovationsgehalt, methodisches Vorgehen (Studiendesign, Auswertung, Ergebnisdarstellung), Praxisrelevanz und Bezug zur aktuellen psychotherapeutischen Versorgungslage in Deutschland.