„PiA sollten wie Akademiker bezahlt werden!“

DPtV begrüßt BMG-Klarstellung zu PiA-Sozialversicherung

Berlin, 13. November 2020 – „Die Kostenträger müssen für Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) auch den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung übernehmen“, stellt Gebhard Hentschel, Bundesvorsitzender der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), klar. Dies ist das Ergebnis einer „Schriftlichen Frage“ der Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Grüne) an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Gleichzeitig, so das Ministerium, „eröffnet der Gesetzgeber den Vertragsparteien auf der Ortsebene weite Gestaltungsmöglichkeiten, um u. a. regionalen oder strukturellen Besonderheiten (…) Rechnung zu tragen und hierfür erforderliche Anpassungsvereinbarungen zu schließen.“ Psychotherapeut Hentschel sieht darin einen Anfang: „Die Antwort ist eine gute Nachricht für PiA. Trotzdem bleibt das Problem der Vergütung bestehen: PiA arbeiten entsprechend ihrer Hochschulausbildung, und sollten auch so bezahlt werden!“

Weiter Regelungsbedarf

Auch für Abgeordnete Klein-Schmeink werden PiA nicht ausreichend entlohnt: „Die Vergütung von 1000 Euro ist angesichts eines abgeschlossenen Masterstudiums sowie der Aufgaben und Verantwortung, die die PiA bereits in der Versorgung übernehmen, mehr als unzulänglich.“ Trotz Reform hätten die Koalitionsfraktionen es leider verpasst, zukunftsfeste Lösungen für die PiA zu schaffen. „Der Regelungsbedarf bleibt und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass PiA endlich die Ausbildungssituation bekommen, die ihnen zusteht“, sagt Klein-Schmeink.

5. Oktober 2020
„Schlecht bezahlt, oft unversichert: PiA dürfen nicht durchs Raster fallen“
www.tinyurl.com/y382zj7f

DPtV-Forderungen zur PiA-Situation im Detail: www.tinyurl.com/yykac2bg

Pressemitteilung (PDF)


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